Bittiefe (Audio)
Die Anzahl der Bits, mit denen jedes Audiosample dargestellt wird. 16 Bit deckt die Verbrauchernutzung ab (CD-Qualität); 24 Bit ist der Studiostandard und bietet mehr Dynamikumfang und einen leiseren Rauschpegel.
Die Bittiefe bestimmt die Auflösung der Amplitude jedes Samples. 16 Bit erlaubt 65.536 diskrete Stufen (~96 dB Dynamikumfang); 24 Bit erlaubt 16,7 Millionen Stufen (~144 dB).
Wofür sie wichtig ist
- Aufnahme-Headroom. Studios nehmen mit 24 Bit auf, um Pegel im Mix anheben zu können, ohne Quantisierungsrauschen offenzulegen.
- Leises Hören. Bei sehr geringer Lautstärke kann der Rauschpegel von 16 Bit hörbar werden. 24 Bit drückt ihn deutlich unter die Hörschwelle.
- Dynamische Musik. Klassik- und Akustikaufnahmen mit sehr großem Dynamikumfang profitieren; komprimierter Pop nicht.
Gegenüber der Abtastrate
Die Bittiefe (Amplitudenauflösung) ist von der Abtastrate (zeitliche Auflösung — 44,1 kHz, 96 kHz, 192 kHz) zu unterscheiden. Beide zusammen bestimmen den „Hi-Res“-Status. Die meisten „Hi-Res“-zertifizierten Geräte verarbeiten 24 Bit / 96 kHz oder höher.
In Vergleichen
Für die meisten Hörsituationen ist 16 Bit / 44,1 kHz (CD / Spotify) in Blindtests nicht von Hi-Res zu unterscheiden. Der klarere Vorteil liegt auf der Aufnahme- und Mischseite, wo 24 Bit tatsächlich nützlich ist.