Glossar
Log-Profil
Eine Video-Gammakurve, die einen größeren Dynamikumfang als das Standard-Rec. 709 aufzeichnet und in der Postproduktion eine Farbkorrektur erfordert. Standards sind u. a. S-Log3 (Sony), C-Log (Canon), N-Log (Nikon), V-Log (Panasonic).
Ein Log-Profil bildet einen viel größeren Szenen-Dynamikumfang (12–15 Blendenstufen) mithilfe einer logarithmischen Übertragungsfunktion in denselben 8- oder 10-Bit-Container ab. Das Material sieht direkt aus der Kamera flach und grau aus; das Grading stellt Kontrast und Farbe wieder her.
Warum es nutzen
- Lichtererhaltung. Himmel und helle Haut zurückholen, ohne zu clippen.
- Schattendetails. Dunkle Bereiche anheben, ohne Rauschen offenzulegen.
- Kameras angleichen. Verschiedene Log-Profile lassen sich für Multi-Cam-Drehs in einen gemeinsamen Farbraum (ACES, Rec. 709) konvertieren.
Zu beachten
- Bittiefe. Log braucht mindestens 10 Bit; 8-Bit-Log erzeugt Banding in gegradeten Himmeln.
- Workflow-Aufwand. Jeder Clip braucht ein Grading. Iterative Arbeit; kein „Aufnehmen und veröffentlichen“.
- Belichtungsdisziplin. Die meisten Log-Profile sind auf 1–2 Blendenstufen Überbelichtung ausgelegt („ETTR“), um die Schatten sauber zu halten.
Wo das zählt
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