Phasenerkennungs-Autofokus
Eine AF-Methode, die die Verschiebung zwischen zwei Teilbildern misst, um die Fokusentfernung in einem Schritt zu berechnen — schnell und vorausschauend, ideal für bewegte Subjekte.
Phasenerkennungs-AF (PDAF) teilt das einfallende Licht in zwei Pfade und vergleicht die Phasendifferenz. Anders als der Kontrast-AF (der hin- und herfährt, um den Kontrastgipfel zu suchen) berechnet PDAF sowohl die Richtung als auch die Entfernung zum Fokus in einem einzigen Auslesevorgang.
Warum es zählt
- Geschwindigkeit. Fokus in 0,02–0,05 s auf modernen Gehäusen erfassen.
- Tracking. Sagt Subjektbewegung zwischen Frames voraus — unverzichtbar für Sport, Wildtiere, Vögel im Flug.
- Kontinuierlicher AF. PDAF ist die Grundlage von AF-C-/Servo-Modi; Kontrast-AF allein kann den Fokus auf einem schnell bewegten Subjekt nicht halten.
On-Sensor vs. dediziert
Spiegellose Kameras betten PDAF-Pixel in den Bildsensor ein. Ältere DSLRs nutzten einen separaten AF-Sensor, der nur durch den optischen Sucher funktionierte, nicht in der Live-Ansicht.
Hybrid-AF
Moderne Gehäuse kombinieren On-Sensor-Phasenerkennung mit Kontrasterkennung. Phasenerkennung übernimmt Erfassung und Tracking; Kontrasterkennung liefert die Feinabstimmung für die endgültige Genauigkeit. Canons Dual Pixel AF und Sonys Fast Hybrid AF sind Herstellernamen für dieselbe Idee.