Pixel binning
Ein Sensormodus, der 2×2 (Quad Bayer) oder 3×3 (Nona-Binning) benachbarte Pixel zu einem virtuellen Pixel kombiniert und so Auflösung gegen Lichtempfindlichkeit tauscht. Der Grund, warum 200-MP-Telefonsensoren meist 12,5-MP-Fotos ausgeben.
Ein 200-MP-Sensor mit 0,6-µm-Pixeln binnt 4×4 auf 12,5 MP herunter, bei effektiven 2,4 µm — und erfasst 16× so viel Licht pro Ausgabepixel. Die volle 200-MP-Auflösung ist bei gutem Licht verfügbar, wenn man sie anfordert.
Warum es funktioniert
Fotografisches Rauschen ist proportional zur Quadratwurzel des erfassten Lichts. Das Kombinieren von Pixeln erhöht das erfasste Licht, ohne das Rauschen proportional zu erhöhen — eine deutliche SNR-Verbesserung.
Kompromisse
- Detail. Die gebinnte Ausgabe hat eine geringere echte Auflösung, als die Marketingzahl suggeriert.
- Ehrlichkeit. Ein 200-MP-Sensor, der 12,5 MP ausgibt, konkurriert mit 12-MP-Sensoren, die native 2,4-µm-Pixel haben. Die Kamera mit dedizierten Pixeln hat oft eine sauberere Ausgabe, weil keine Bayer-Interpolationskosten anfallen.
Die Schlagzeilen-Megapixelzahl bei Binning-orientierten Sensoren sollte als „was sie könnten“ statt „was sie tun“ gelesen werden.