Glossar
Undervolting
Die Betriebsspannung einer CPU oder GPU unter den Werksstandard senken. Reduziert Wärme und Stromaufnahme, ermöglicht oft höhere anhaltende Takte — der seltene „Gratis-Gewinn“-Eingriff.
Werks-Spannungskurven enthalten Sicherheitsmarge — zusätzlichen Spielraum, um sicherzustellen, dass jeder Chip einer SKU über Temperatur- und Prozessschwankungen hinweg stabil läuft. Die meisten einzelnen Chips laufen deutlich unter der Werksspannung stabil.
Was es bringt
- 5–15 °C kühler beim selben Takt.
- Höherer anhaltender Boost (weniger thermisches Throttling).
- Leisere Lüfter.
- Ein paar Prozent mehr Akkulaufzeit auf Laptops.
Risiken
- Abstürze oder Einfrieren, wenn die Spannung zu weit sinkt. Führe immer einen Stresstest durch (OCCT, Prime95, FurMark), bevor du der Einstellung vertraust.
- Erlischt manche OEM-Garantien.
- BIOS-Resets können Einstellungen stillschweigend rückgängig machen.
Wie man es macht
- Intel: Throttlestop oder XTU (ältere Plattformen — neuere sperren die Spannung in der Firmware).
- AMD: Curve Optimizer im BIOS (Ryzen 5000 und neuer).
- NVIDIA: MSI-Afterburner-Kurveneditor.
Bei Laptops, bei denen der OEM die Spannungssteuerung gesperrt hat, ist Undervolting keine Option — das Gehäusedesign zählt mehr.
Wo das zählt
Categories that use undervolting
Weiterlesen